Akitaaufenthalt 2023

Im nächsten Jahr 2024 feiern wir das 40. Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Passau und Akita. In diesem Zusammenhang haben wir mit unseren Freunden in Akita im September ein Fotoprojekt gestartet, mit dem Ziel den Bürgern der jeweiligen Partnerstadt einen Blick auf die andere Partnerstadt zu ermöglichen. Die konkrete Arbeit im Projekt ist seit Anfang September 2023 am Laufen. Der Fotograf aus Akita, Yu Kusanagi, hat in den ersten zwei September-Wochen seine Fotos und Eindrücke von Passau erstellt. Im Anschluss reiste der Passauer Fotograf Klaus Ditte´nach Akita und erstellte seinen Fotokatalog mit Aufnahmen der Partnerstadt Akita. Beide Arbeiten münden dann in zwei Ausstellungen in Akita im August 2024 und in Passau ab Ende Oktober 2024. Dabei werden aus jeder Partnerstadt 80 Werke der Fotographen gezeigt.

 

Klaus Ditte´ hat für uns Momente seiner Erlebnisse, die er während seines Aufenthalts fürs Fotografieren in Akita erfahren hat, in den folgenden Fotos schon mal für uns festgehalten. Er hat dabei, wie er er begeistert erzählte, “ eine unglaubliche Gastfreundschaft“ erlebt, die er mit diesen Aufnahmen zeigen möchte.

 

LICHT.SCHATTEN.GESTALT

Einblicke in die Vernissage zur Ausstellung „LICHT.SCHATTEN.GESTALT“ von Koji Shibazaki und Mikako Suzuki im Oberhausmuseum in Passau.

Es erwartet Sie eine Ausstellung auf höchstem Niveau.

Das Oberhausmuseum präsentiert in Kooperation mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft in Passau e.V. in der diesjährigen Sonderausstellung filigrane Kunstobjekte aus handgeschöpften Japanpapier (washi). Der japanische Künstler und Designer Koji Shibazaki zeigt zusammen mit Mikako Suzuki in den abgedunkelten Ausstellungsräumen schimmernde und leuchtende Objekte aus Papier und Blattgold. Im ersten Teil der Ausstellung erhalten Sie einen tiefen Einblick in die Weltgeschichte des Papiers.

 

Hier geht es zum Trailer der Ausstellung

 

Öffnungszeiten Oberhausmuseum 2023:

Montag bis Freitag 9 – 17 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag 10 – 18 Uhr
(Fotografien: Klaus Ditté)

 

 

 

Sponsoren:

    

 

   

 

 

Impressionen vom Kirschblütenfest

Die Begrüssung übernahm der Vorsitzende der DJG Passau Norbert Palsa und zeigte den neuesten touristischen Film über die Partnerstadt Akita zur Einstimmung.
Lukas Techel hielt danach einen inspirierenden Vortrag über sein Semester an der Universität in der Partnerstadt Akita und Yoriko Czerny kredenzte japanische Köstlichkeiten zum Fest der Kirschblüten.
Ein wundervoller Abend.

Literaturforum der DJG Passau

Das im Jahr 2022 von Andrea Hennrich und Klaus Ditté gegründete Forum für japanische Literatur
blickt 2022 zurück auf 7 interessante Veranstaltungen zu den Werken bedeutender japanischer
Autoren:

 

Yasushi Inoue „Der Tod des Teemeisters“
Haruki Murakami „Die Pilgerreise des farblosen Herrn Tazaki“
Kenzaburo Oe „Eine persönliche Geschichte“
Junichiro Tanizaki „Lob des Schattens“
Yasunari Kawabata „Schneeland“
Yukio Mishima „Bekenntnisse einer Maske“
Ryunosuke Akutagawa „Rashomon“ mit Filmvorführung des Akira Kurosawa Klassikers „Rashomon“ von 1950.

 

Bewusst frei in der Form gehaltene Gesprächsabende gewährten uns vielfältige Einblicke in japanisches Denken und japanische Kunstauffassung.
Ein Höhepunkt war sicherlich die Verbindung von Literatur und Filmkunst am „Rashomon“ Abend.

 

Freuen wir uns auf ein neues Literaturjahr 2023 mit an- und aufregenden Diskussionen. Wir danken allen Literaturfreunden und -freundinnen für die rege Teilnahme und die lebhafte Auseinandersetzung mit den Texten.

 

Unsere ersten Treffen 2023 im Januar und März behandelte den Roman „Die Ladenhüterin“ der 1979 geborenen Autorin und Akutagawa-Preisträgerin Sayaka Murata, gefolgt von dem lierarischen Meisterwerk „Der Goldene Pavillon“ von Yukio Mishima.

 

Wir bitten um Verständnis, dass die Anzahl der Teilnehmer beschränkt ist um ein intensives Gespräch zu ermöglichen.

Shinnenkai – japanisches Neujahrsfest 2023

Artikel: PNP

 

Das japanische Neujahrsfest – Shinnenkai – feierte die Deutsch-Japanische Gesellschaft Passau am 03. Februar mit einem Konzert der beiden Musikerinnen Nilo und Masako, die uns mit Schwung in das Jahr unseres 40. Gründungsjubiläums bzw. in das Jahr des Hasen gebracht haben.


Das anschließende Essen im Restaurant Jento war für alle ein Erlebnis. In alter Tradition
erhielt jeder von den über 30 Anwesenden ein liebevoll dekoriertes Gebäck von Hertha Schropp zur Erinnerung an diesen tollen Abend. Mit dem traditionellen Erbsenwerfen (Mame Maki) und dem Spruch „Oni wa soto, fuku wa uchi“ – übersetzte: „Böse Geister hinaus und Glück herein“ – wurde dann jeder von Yoriko Czerny auf den Heimweg entlassen.

 

 

Herbst Erleben in Akita –

Lukas Techel, Student an der Universität Passau, erlebt derzeit sein Austauschjahr an der International University of Akita.

Hochinteressant berichtet er uns seine Erlebnisse im herbstlichen Bergland von Akita Prefecture.

Zum Event wurde er mit anderen deutschen Austauschstudenten von der Japanisch-Deutschen Gesellschaft in Akita eingeladen.

Bitte hier weiterlesen (Anklicken !): Ausflug JDG Akita

Sein Bericht macht Lust auf unsere nächste Reise nach Akita !

Arigato gozaimasu an Lukas Techel & JDG Akita

FUJI – Heiliger Ort und Quelle künstlerischer Inspiration

Herzliche Einladung zur Ausstellung in der Staatlichen Bibliothek Passau (s. Events):

Der FUJI, Japans höchster Berg, ist Welt k u l t u r erbe. Er gilt nicht nur als heiliger Ort, sondern ist zugleich Quelle künstlerischer Inspiration. Diese doppelte Bedeutung ist in der Ausstellung dokumentiert, anhand von Bildern und Katalogen, alten und neuen Objekten sowie japanischen Originalholzschnitten. Sie soll die immense Bedeutung des Berges nicht nur für Künstler sondern allgemein für die Japaner vor Augen führen und belegen, warum er auch weltweit bewundert wird.

Unsere Ehrenvorsitzende, Frau Sibylle Rauscher – selbst in Japan aufgewachsen und im Jahre 2016 den Orden der Aufgehenden Sonne, goldene und silberne Strahlen, im Namen seiner Majestät des Kaisers von Japan verliehen bekommen –  hat diese Ausstellung in der Staatlichen Bibliothek Passau mit vielen Ausstellungsstücken kenntnisreich aus vielen Blickwinkeln kuratiert und ihrem verstorbenen Bruder gewidmet.

Bei der Ausstellungseröffnung in der Staatlichen Bibliothek Passau mit Frau Vize-Generalkonsulin Keiko Toda aus München am 06.10.2022:

Grußwort von Frau Vize-Generalkonsulin Keiko Toda, Japanisches Generalkonsulat München:

Grußwort Fuji Ausstellung Passau

Einführung zur Ausstellung von Frau Ehrenvorsitzenden Sibylle Rauscher, Kuratorin der Ausstellung:

FUJI-EinführungSR

Die PNP am 12.10.2022 zur Ausstellung:

Fahrt nach Pobezovice/Ronsperg

Beim Ohanamifest haben wir den Plan gefasst und am 27.09.2022 war es dann soweit: Die Deutsch-Japanische Gesellschaft in Passau e.V. begab sich auf Tagesfahrt in den böhmischen Wald nach Ronsperg/Pobesovice, Tschechien. Nachdem Prof. Dr. Seifert und seine Gattin uns auf der Busfahrt eine Einführung zur Familie der Coudenhove-Kalergis mit Textstellen aus dem Buch „Der böhmische Samurai“ von Bernhard Setzwein und aus historischen Quellen gaben, führte uns die Biographin von Gräfin Mitsuko Coudenhove-Kalergi (1874-1941), Frau Masumi Schmidt-Muraki sowie die tschechischen Vertreterinnen des Förderkreises des Schlosses Ronsperg, durch Schloss, jüdischen und christlichen Friedhof sowie das einstige Augustinerkloster Pivon, welches die Coudenhove-Kalergis vorübergehend bewohnten.

Bislang ist die Restaurierung der Schlossruine Ronsperg soweit realisiert, dass das Schloss mit Führung teilweise besichtigt werden kann. Frau Schmidt-Muraki führte u.a. durch Repräsentationsräume der einstigen Gräfin mit freigelegten Wandbildern, dem Kaminzimmer („N’OUBLIEZ“) und einem massiven Holzaltar in der einstigen Kapelle; Wappen der Familie und verspielte architektonische Details der Schlossfassade („ERIT HORA“) sind noch erhalten; Frau Muraki-Schmidts Zen-Garten im Schlosspark erinnert an die große Familie von Gräfin Mitsuko, die als erste Japanerin den böhmischen Diplomaten Reichsgraf Heinrich von Coudenhove-Kalergi (1859-1906) 1892 in Tokio heiratete und mit ihm nach Ronsperg zog. Besonders in Japan ist die Erinnerung an sie – romantisierend – in Musicals und Geschichten bis heute wach gehalten.

 

 

Ein Sohn der Familie ist Richard Coudenhove-Kalergi (1894-1972). Er gründete die Pan-Europa-Union und wurde der erste Träger des Karlspreises. Seine Kindheit zwischen Tokio und Ronsperg sowie die Wirren beider Weltkriege haben ihn zum Weltbürger werden lassen, der sich für den europäischen Gedanken überzeugt eingesetzt und der die europäische Hymne vorgeschlagen hat.

Die Tagesreise nach Böhmen deckte für uns alle eine Vielfalt an Veränderungen seit den beiden Weltkriegen auf. Wir konfrontierten uns mit unserer eigenen Sprachlosigkeit über die Zerstörungen, Brüche, Schmerzen und Ängste, von denen wir in den wenigen Stunden aus der Geschichte des Ortes Pobezovice/Ronsperg und seines Schlosses erfahren haben und die wir auf beiden Friedhöfen nachfühlen konnten – während sich ein Regenbogen über uns spannte …  – wie weitsichtig doch die Weltbürgerfamilie Coudenhove-Kalergi schon vor 100 Jahren denken und leben konnte…; wie Gräfin Mitsuko – weit entfernt von ihrer Heimat – sodann alles verloren hat und wie schwierig es auch für uns bis heute immer noch bleibt…., den Gedanken Europas umzusetzen.

(Fotos: Dr. Birgit Kapp)