Poesie für Koto, Klavier und Querflöte

13.7.2019    Das Konzert im Auersperg-Gymnasium Freudenhain widmete sich alter und neuer japanischer Musik mit drei Instrumenten: der Koto, eine mit 13 Saiten bespannte Wölbbrettzither, dem Klavier und der Querflöte. Diese Kombination ist anspruchsvoll und nicht nur in Europa, sondern auch in Japan selten zu hören. Vier der gespielten Stücke wurden auf der Europa-Tour der drei Musiker erstmals vorgetragen. Fuyuki Enokido begann bereits mit drei Jahren mit dem Koto-Spiel, tritt weltweit auf und komponiert auch selbst. Die Pianistin Julia Ito gründete mit ihrem Ehemann, dem Querflötisten Utum Yang, das Duo „Fantasia“. Foto: Akihiro Asano

Verbandstagung in Bonn

30.5.-1.6.2019    Im Rahmen der Bonner Jahrestagung des Verbandes der Deutsch Japanischen Gesellschaften (VDJG), Berlin, hatte der japanische Botschafter Takeshi Yagi alle Vertreter der mehr als 30 teilnehmenden Gesellschaften aus ganz Deutschland zu einem festlichem Abendessen eingeladen. Von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Passau nahmen die ehemalige Vorsitzende Sibylle Rauscher und ihr Nachfolger Norbert Palsa teil. Sie informierten den Botschafter Takeshi Yagi über die Jubiläumsfeier anlässlich 35 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Akita und Passau, zu der im Oktober eine große Delegation aus Japan nach Passau reisen wird.

Auf den Spuren der Samurai

25.5.2019    Über 700 Jahre war nicht der Kaiser Herr über Japan, sondern der Shogun: Als Oberhaupt des „Kriegeradels“ befehligte er Millionen Samurai, denen die Kunsthalle München eine große Ausstellung aus der Sammlung Ann und Gabriel Barbier-Mueller widmete. Mehr als hundert Exponate konnte die Deutsch-Japanische Gesellschaft Passau während ihrer Führung durch die Schau bewundern, zumeist prächtige Rüstungen und kostbare Schwerter, die im Laufe der Zeit immer barocker und aufwändiger wurden. Die Samurai waren hochausgebildete, der Ehre verpflichtete Kämpfer, die schon früh zur politischen Elite des Landes aufstiegen. Doch ihrer Geschichte zeugt auch von Verrat und Grausamkeit, wie der Ausstellungsfilm anschaulich machte: Dem Gegner wurde der Kopf abgeschlagen und als Trophäe mit nach Hause genommen. Doch der Faszination tat dies bis heute keinen Abbruch. Die Werte der Samurai finden sich in japanischen Unternehmenskulturen wieder, die Geschichten in Spielfilmen, Mangas und Animes.

Sakura, Sakura!

26.4.2019    „Sakura, Sakura!“ huldigten Sängerinnen der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Passau der japanischen Kirschblüte, die beim Hanami-Fest in ganz Japan und auch heuer wieder in Passau gefeiert wurde. Dieses Mal fand die „Blütenschau“ im Garten des Evangelischen Zentrums St. Matthäus statt. Über die Blühstadien der Sakura und deren Bedeutung erzählte die zweite Vorsitzende und Festorganisatorin Yoriko Czerny, nachdem der erste Vorsitzende Norbert Palsa und Pfarrer Stephan Schmoll die Gäste begrüßt hatten. Vor allem der Neubeginn werde an Hanami gefeiert, meinte Czerny, „aber eigentlich lieben die Japaner die verblühende Sakura besonders – vielleicht weil sie für Schönheit und selbstlose Vergänglichkeit steht“. In diesem Stadium trägt der Wind die Blüten davon und just dieses Naturschauspiel konnten die Gäste dank einer heranziehenden Regenfront unter den Kirschbäumen von St. Matthäus erleben. Dass es viele Passauer Kirschbäume nicht mehr gibt, beispielsweise auf dem Gelände der Handwerkskammer Ecke Lupingäßchen/Nikolastrasse sowie beim Zentralen Omnibusbahnhof, berichtete das langjährige DJG-Mitglied Gudrun Burkert. 1989 hatte eine Delegation von Bürgern aus Passaus Partnerstadt Akita zusammen mit Oberbürgermeister Takada 500 kleine Kirschbäume als Geschenk überbracht, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt wurden. Die ausgewählte Sorte „Kanzan“ erwies sich auch in kalten Wintern als widerstandsfähig.

„Faszination Japan“ in Wien

19.-20.1.2019    Bei der traditionellen Neujahrsfahrt reiste die Deutsch-Japanische Gesellschaft Passau wie im Vorjahr nach Wien. Dort löste die Weltausstellung 1873 einen Hype um japanische Ästhetik (Japonismus) aus, dem sich die Ausstellung „Faszination Japan“ im Kunstforum Wien widmete. Vor allem Künstler hätten Kunst und Kunstgewerbe aus Japan gesammelt, erfuhren die Reiseteilnehmer im Rahmen der Führung durch die Ausstellung. Das fremdartige Formenvokabular, die japanischen Themen und Motive seien zuerst in die Bildsprache von Claude Monet, Edouard Manet und Edgar Degas integriert worden. Ihnen folgten Jüngere – Vincent van Gogh, Henri de Toulouse-Lautrec, Bonnard, Vuillard, Vallotton oder Franz Marc und Wassily Kandinsky. Dass auch der Zeichenstil des 1868 in Wien geborenen Universalkünstlers Koloman Moser stark von der Kunst Japans inspiriert war, zeigte eine große Werkschau im Museum für angewandte Kunst (MAK) anlässlich seines hundertsten Todestages. Die Kulturreise der DJG nach Wien war von der ehemaligen ersten Vorsitzenden Sibylle Rauscher initiiert worden, die ihr Amt im Januar an Norbert Palsa übergeben hatte.