Freundschaftskonzert
23.1.2011 Mit einem „Freundschaftskonzert“ endete die Ausstellung „Neujahr in Japan“ im Kulturmodell. Matthias von Pollak und Michael Beck, beide Trompete, sowie der Organist Peter Voitz am Klavier spielten Teile des Programms, mit dem sie im Sommer 2010 in Passaus Partnerstadt Akita und in Kanazawa konzertiert hatten (Bild links).
Außerdem berichtete von Pollak in Wort und Bild über die Reise. Die Musiker waren tief beeindruckt von der Gastfreundschaft, die sie in Japan erfahren hatten, und nicht minder von den mit einer Orgel ausgestatteten Konzertsälen.
So konnten die zahlreichen Zuhörer in Passau nicht nur schöne Musik genießen, sondern auch einen Eindruck von gelebter Städtepartnerschaft gewinnen. Die Stadt Passau war durch 2. Bürgermeister Urban Mangold vertreten, der in seiner kurzen Ansprache das große Engagement der DJG würdigte. Mit dem Konzert bedankten sich die Musiker bei der DJG Passau, die diese Reise im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützt hatte. Das Konzert in Kanazawa war durch Vermittlung der DJG Regensburg zustande gekommen, mit der die DJG Passau in Kontakt steht. So war das Konzert in mehrfacher Hinsicht ein Zeichen der Freundschaft.
Ausstellung „Neujahr in Japan“
2.-23.1.2011 „Neujahr in Japan“ – mit dieser einmaligen Ausstellung behandelte die DJG Passau ein bisher kaum beachtetes Thema. Da Neujahr einen so hohen Stellenwert in Japan hat, war es an der Zeit, das Fest mit seinen Bräuchen und Traditionen bei uns vorzustellen. Der erste Teil behandelte das Thema „Neujahrsgrüße“: die Vielfalt der Motive und ihrer bildnerischen Umsetzung, Grußkarten, die Japaner ins Ausland schicken und Karten für den inländischen Gebrauch.
Neujahrsgeschenke, Neujahrsspeisen, Neujahrsschmuck, -spiele u.a. wurden gezeigt. Ein Blickfang waren die zwei Hago-ita, Schläger für das traditionelle Federballspiel der Mädchen zu Neujahr, die man gern zur Dekoration aufstellt.
Anhand von Texten und Bildern konnten die Besucher sich über Veranstaltungen, die in der Öffentlichkeit stattfinden, informieren: über den Besuch von Schreinen oder Tempeln, über den 2. Januar, an dem der Kaiser sich dem Volk zeigt und dessen Glückwünsche entgegennimmt, über die traditionellen Feuerwehrübungen an Bambusleitern und anderes mehr. Auch das Brauchtum in der Gegend von Akita, Passaus Partnerstadt, wurde vorgestellt.
Mit der Sonderschau „Historische japanische Streichholzetiketten“ (Sammlung Skupy) präsentierte die DJG Passau ebenfalls etwas Neues, den meisten Unbekanntes. Japan produzierte vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum 2. Weltkrieg Streichhölzer für den Export und dazu passende Etiketten, sei es für asiatische Länder oder auch die USA. Eine Vitrine gewährte Einblicke in eine Sammlung.
150 Jahre Freundschaft Deutschland – Japan
1.1.-31.12.2011 Im Jahr 1853 erschienen vor den Küsten Japans, das sich im 17. Jahrhundert von der übrigen Welt abgeschottet hatte, amerikanische Schiffe: das Geschwader des Commodore Perry. Schon zuvor hatte es erfolglose russische und amerikanische Versuche gegeben, die Öffnung des Landes zu erwirken. Es ging um Handelsinteressen, aber auch um Kohle- und Wasserstationen für den Walfang. Dem Druck von außen vermochte Japan nun nicht länger standzuhalten. Im Vertrag von Kanagawa 1854 erzwangen die USA Konzessionen für zwei Häfen, und in den folgenden Jahren gelang es auch europäischen Mächten, in Japan Fuß zu fassen und Handels- und Freundschaftsverträge mit dem Land abzuschließen. Nach längeren Verhandlungen war es am 24. Januar 1861 auch für Preußen soweit.
Im Jahr 1867 dankte der letzte Shogun ab und das Kaisertum wurde restauriert. Der Vertrag von 1861 blieb rechtsgültig, ebenso für das im Jahr 1871 proklamierte Deutsche Reich. In der Folgezeit wandelte sich Japan von einem Feudalstaat zu einer modernen Industrienation. An dieser Entwicklung waren Ausländer in beratender oder lehrender Funktion beteiligt. Andererseits förderte der Staat das Studium von Japanern im Ausland. Der Vertrag von 1861 bildet den Grundstein für die deutsch-japanischen Beziehungen.
Ikebana-Ausstellung in SpectrumKirche
2.-3.10.2010 Im Exerzitienhaus „Spectrum Kirche“ bot sich die in Passau seltene Gelegenheit, eine Ikebana-Ausstellung zu besichtigen. Sie wurde von zahlreichen DJG-Mitgliedern genutzt, die sich alle sehr beeindruckt zeigten. Unter dem Titel „Augenblicke zum Verweilen“ präsentierten Dozenten und Passauer Schülerinnen der Ikenobo-Schule Arrangements zum Spätsommer und Herbst, die Naturstimmung und eine große Ruhe ausstrahlten.
Ausflug nach Würzburg
11.-12.9.2010 Unter dem Motto „Auf den Spuren von Philipp Franz von Siebold und Balthasar Neumann“ unternahm die Deutsch-Japanische Gesellschaft einen abwechslungsreichen Wochenendausflug nach Würzburg. Im Siebold-Museum erkundete die Gruppe die Geschichte der bedeutenden Medizinerfamilie und ihres prominentesten Sprosses, der zum anerkannten großen Japan-Forscher wurde. Begeistert waren alle von dem 1990 anlässlich der Landesgartenschau angelegten japanischen Garten, einer Oase der Ruhe. Natürlich wurde auch die Residenz mit dem grandiosen Treppenhaus von Balthasar Neumann und einigen Prunkräumen besichtigt, von denen das rekonstruierte Spiegelkabinett besonders faszinierte. Ein Rundgang durch die Altstadt und ein Besuch des „Käppele“, einer von Neumann erbauten Wallfahrtskirche, standen ebenfalls auf dem Programm. Auch Geselligkeit und fränkische Gastronomie kamen nicht zu kurz, wobei die Weinprobe im historischen Hofkeller – zwischen alten Fässern und im Schein vieler Kerzen – der Höhepunkt war. Mit diesem Ausflug beschrieb der Verein eine weitere Seite in der Geschichte seiner erfolgreichen Fahrten.




